IS: Ablösung für Peschmerga in Kobane eingetroffen

Rund einen Monat nach Ankunft der Peschmerga-Kämpfer zur Verteidigung der nordsyrischen Kurdenstadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) gegen radikale Islamisten ist die erste Kampfeinheit abgelöst worden. Ein zweiter Trupp von 150 irakischen Kurden habe die Grenzstadt von der Türkei aus erreicht, hieß es heute aus Peschmerga-Kreisen.

Die erste, ebenfalls aus 150 Kämpfern bestehende Gruppe habe Kobane inzwischen verlassen und sei auf dem Weg zum Flughafen. Die Ablösung sei bereits am Dienstagabend eingetroffen. Kobane ist zu einem Symbol für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) geworden, der in den vom ihm beherrschten Teilen Syriens und des Irak ein „Kalifat“ ausgerufen hat.

Assad stellt sich auf langen Kampf ein

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad richtet sich selbst auf einen langen Bürgerkrieg in Syrien ein. Er werde sich aber nicht aus dem Amt vertreiben lassen, sagte Assad in einem heute veröffentlichten Interview des Magazins „Paris Match“. „Der Staat ist wie ein Schiff: Der Kapitän geht nicht von Bord, wenn es stürmt. Er ist der Letzte, wenn die Passagiere von Bord müssen.“

Seine Streitkräfte könnten nicht überall sein und die verschiedenen Rebellengruppen im Land bekämpfen, sagte Assad. Seinen Gegnern sei es aber nicht gelungen, die Bevölkerung für sich einzunehmen. Die US-Luftangriffe auf Stellungen der IS-Extremisten bezeichnete Assad als illegale Intervention.