Studien für über 1.000 Medikamente gefälscht?

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Eine Untersuchung der Europäischen Zulassungsbehörde für Arzneimittel (EMA) zu möglicherweise gefälschten Daten könnte rund 1.250 verschiedene Medikamente betreffen. Davon gehe man derzeit aus, teilte eine Sprecherin gestern mit. Die genaue Zahl und um welche Medikamente es sich handle, werde noch ermittelt.

Die EMA hatte im September auf Bitte der EU-Kommission mit der Untersuchung begonnen. Zuvor hatte die französische Überwachungsbehörde (ANSM) nach einer Inspektion der indischen Firma GVK Biosciences (GVK BIO) Bedenken über Daten geäußert, die für Bewerbungen um Marktzulassung für Generika (Nachahmerpräparaten) genutzt wurden.

Die Firma, die vor allem auf dem deutschen Markt präsent ist, weist die Vorwürfe zurück. Demnach sind die Studien einwandfrei, lediglich hinsichtlich der Gesundheitsbescheinigung nach der medikamentösen Behandlung gebe es Probleme. Dem Vernehmen nach könnten EKGs nur einer einzigen Person als EKGs mehrer Studienteilnehmer ausgegeben worden sein.