Ein Toter bei Piratenüberfall vor Malaysia

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Piraten haben vor der Ostküste Malaysias ein Besatzungsmitglied eines vietnamesischen Frachtschiffs erschossen. Wie das International Maritime Bureau (IMB) heute mitteilte, griffen die Seeräuber das Schiff mit 16 Menschen an Bord gestern an.

Einem Mitglied der Besatzung sei in den Kopf geschossen worden. Der Mann sei in ein Krankenhaus nach Singapur geflogen worden, wo er an seinen Verletzungen verstorben sei. Die Piraten hätten persönlichen Besitz der Besatzung erbeutet und seien geflohen.

Mehr Piratenüberfälle als in den Vorjahren

Das Schiff war den Angaben zufolge mit Asphalt beladen und befand sich auf dem Weg von Singapur nach Vietnam. Das IMB hatte kürzlich über eine Verlagerung des Schwerpunkts der internationalen Piraterie von der Ostküste Afrikas nach Südostasien berichtet.

Nach IMB-Angaben gab es in den ersten neun Monaten des Jahres in der Region 103 Piratenüberfälle, die meisten davon vor Indonesien. Im Jahr 2013 wurden vor südostasiatischen Küsten 81 Angriffe verübt, 2011 waren es 54.