ORF-Radioprojekt FM21 für junge Zielgruppe

Einen „kurzfristigen Änderungsbedarf“ beim ORF-Gesetz ortet Generaldirektor Alexander Wrabetz: Konkret gehe es um die „Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen“, die er dem ORF-Publikumsrat heute skizzierte. Außerdem stellte Wrabetz für 2015 einen Test des jungen Radioprojekts FM21 im Rahmen des Digitalradiotests DAB+ in Aussicht.

Das Radioprojekt FM21 sei dafür gedacht, die jüngere Zielgruppe besser ansprechen zu können. „Wir würden eine zusätzliche Radiokette benötigen, die sich speziell an junges Publikum wendet“, so Wrabetz, da man mit Ö3 einen „großen Spagat“ vollbringen müsse und FM4 als „junges, alternatives Kulturradio“ eine andere Aufgabe erfülle.

„Brennende Themen“ bei ORF-Gesetz

Als Zielgruppe für das Radioprojekt schweben dem Generaldirektor die 14- bis 24-Jährigen vor. Um dauerhaft ein bundesweites Radioangebot implementieren zu können, fehlen allerdings der gesetzliche Auftrag sowie die dafür notwendige Frequenz. Deshalb soll der Testbetrieb des Digitalradiostandards DAB+, der 2015 kommen soll, als Testfläche für FM21 in Ostösterreich dienen - in Abstimmung mit der Medienbehörde.

In puncto gesetzlicher Rahmenbedingungen will sich Wrabetz „nicht auf eine große Gesamt-ORF-Reform kaprizieren“, sondern in erster Linie ein „paar brennende Themen“ vorantreiben: Dazu zählte der ORF-Chef die Aufhebung des Reminder-Verbots, eine größere Freiheit bei mobilen Angeboten, eine Verfahrensvereinfachung für neue Angebote generell, das Crosspromotion-Verbot ORF III betreffend sowie eine Liberalisierung der Medienwerbung. Grundsätzlich befinde man sich bezüglich dieser Punkte in Gesprächen.