Radiolegende Casey Kasem in Norwegen beerdigt

Sechs Monate nach seinem Tod hat der Radiomoderator Casey Kasem offenbar nun endlich seine (vorläufig) letzte Ruhestätte gefunden. Der ehemalige Moderator der „American Top 40“ liegt nun auf dem Friedhof Vestre Gravlund in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Die Beerdigung hat dort vor einer Woche stattgefunden, wie der Friedhofmanager Stein Olav Hohlen gegenüber dem US-Sender CNN bestätigte.

Jahrelanger Familienstreit

Doch die Beisetzung - weit weg von seiner Heimat und seinen Kindern aus erster Ehe - ist nur eine weitere Station eines bizarren Familienstreits. Seine Tochter Kerry Kasem reagierte prompt mit einer erbosten Facebook-Meldung.

„Habe soeben erfahren, dass die manipulative Ehefrau meines Vaters, Jean Thompson Kasem, und ihre Tochter Liberty einen Friedhof in Norwegen dazu angestiftet haben, meinen Vater dort zu beerdigen“, schrieb Kerry Kasem. Und das obwohl Familie und Freunde stets versicherten, dass ihr Vater in den USA begraben werden wollte. „Seine Wünsche wurden wieder einmal von seiner untreuen Frau ignoriert.“

Leiche aus Bestattungshalle „gestohlen“

Bis zu Kasems Tod im Juni dieses Jahres lieferten sich seine zwei Kinder aus erster Ehe mit seiner neuen Frau einen erbitterten Gerichtsstreit über seine Vormundschaft. Das gipfelte in einer kurzzeitigen Entführung des 82-Jährigen durch seine Ehefrau und eine Verfolgungsjagd quer durch die USA.

Als Kasem kurz darauf starb, blieb sein Leichnam vorerst verschwunden. Laut den Angaben seines langjährigen Freundes Danny Deraney sei Kasems Sarg im Sommer von seine Ehefrau Jean aus einem Bestattungsinstitut in Washington entwendet worden. Wo er versteckt gehalten wurde, bevor er nun in Oslo wieder auftauchte, ist unklar.