Drohende Herabstufung Russlands setzt Rubel unter Druck

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Die russische Währung steht heute erneut unter Druck. Der Rubel verlor gegenüber dem Dollar und Euro 0,7 beziehungsweise 0,8 Prozent. Grund war die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P).

„Es wird komplizierter, wenn eines der drei Ratings auf spekulativ herabgestuft wird“, schrieben die Analysten der Sberbank. Die Ankündigung der russischen Zentralbank, großen Firmen bei der Refinanzierung von ausländischen Krediten zu helfen, zeigte kaum Wirkung.

Derzeit knapp über Ramschniveau

Eine weitere Herabstufung würde die Kreditaufnahme des russischen Staates weiter verteuern. S&P hatte am Vortag mitgeteilt, die derzeitige Bonitätsbewertung „BBB-“ auf „Creditwatch Negative“ und damit unter besondere Beobachtung gestellt zu haben.

Das Rating ist nur eine Stufe über dem Niveau, mit dem S&P spekulative Anlagen bezeichnet. Grund für den Schritt sei die Konjunktureintrübung. Die russische Wirtschaft leidet neben dem schwachen Rubel und dem Ölpreisverfall auch unter den westlichen Sanktionen wegen des Vorgehens in der Ukraine-Krise.