Frau in Schottland an Ebola erkrankt

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In Schottland ist eine aus Westafrika zurückgekehrte Helferin im Kampf gegen Ebola nun selbst erkrankt. Die Frau wurde zunächst in einem Krankenhaus in Glasgow behandelt. Die Krankheit sei in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert worden, hieß es in einer Mitteilung der schottischen Regionalregierung in Edinburgh gestern Abend.

Erster Fall in Großbritannien

Die Gefahr für andere Menschen sei darum „extrem gering“. Es ist der erste Ebola-Fall innerhalb Großbritanniens. Allerdings war zuvor bereits ein in Afrika erkrankter britischer Helfer heimgeflogen worden.

Die Frau war am Vorabend über die marokkanische Stadt Casablanca und Europas größten Flughafen London Heathrow in einer Maschine der britischen Fluggesellschaft British Airways nach Großbritannien gereist. Sie hatte in Sierra Leone als Angestellte im Gesundheitswesen beim Kampf gegen das tödliche Virus geholfen. Am frühen Morgen war sie ins Krankenhaus gekommen, weil sie sich nicht gut fühlte. Sie wurde zunächst in der Isolierstation der Klinik betreut.

7.850 Tote in Westafrika

Der Ebola-Epidemie in Westafrika fallen immer noch viele Menschen zum Opfer. In den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone starben laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allein seit dem Heiligen Abend etwa 150 Menschen an der Virusseuche. Die Zahl der in diesen Ländern erfassten Ebola-Toten stieg laut WHO mittlerweile auf 7.842.

Insgesamt seien dort seit Ausbruch der Epidemie vor einem Jahr 20.081 Infektionsfälle registriert worden. Die WHO geht zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht registrierter Infektionen und Todesfälle aus.