Nachlass von Flugpionier Lilienthal digitalisiert

Briefe, Fotografien und Patente des deutschen Flugpioniers Otto Lilienthal (1848 bis 1896) sind nun im Internet einsehbar. Nach elf Jahren Arbeit ist der vollständig bekannte Nachlass Lilienthals durch das Otto-Lilienthal-Museum Anklam in Deutschland digitalisiert worden.

Das digitale Archiv umfasse nicht nur die in Lilienthals Geburtsstadt Anklam vorhandenen Objekte, sondern gewähre Zugang zu allen bekannten und in verschiedenen Ländern bewahrten Quellen, sagte der Direktor des Otto-Lilienthal-Museums, Bernd Lukasch, heute.

145 Fotos von Flugübungen

So sind im digitalen Archiv alle 25 Lilienthal-Patente, die in München, Washington, Moskau, London und Wien verwahrten Fluggeräte sowie die von seinem Unternehmen konstruierte Dampfmaschine verzeichnet. Auch der „Fliegeberg“ - ein von Lilienthal künstlich geschaffener Starthügel für seine Flugversuche in Berlin-Lichterfelde - wurde in die Reihe der Objekte aufgenommen.

Das Archiv dokumentiert unter anderem die 145 heute bekannten Fotografien, die während der Flugübungen Lilienthals in den Jahren von 1891 bis 1896 entstanden. Alle Negative auf Glasplatten seien heute verschollen. Das Deutsche Museum München und das Museum in Anklam bewahren große Sammlungen von Fotopositiven auf.