Themenüberblick

Die Chronologie zum Nachlesen

Nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und eine Polizistin hat sich die Suche nach den mutmaßlichen Attentätern am Freitag zugespitzt. Bei einer Polizeiaktion wurden die beiden Islamisten getötet, bei einer mit dem Anschlag in Verbindung stehenden Geiselnahme in Paris kamen fünf Menschen ums Leben. Die dramatischen Ereignisse des Tages zum Nachlesen:

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17.59 Uhr: Vier der Geiseln in dem jüdischen Lebensmittelgeschäft in Ostparis sind nach Angaben aus Polizeikreisen tot. 17 Menschen konnten befreit werden.

17.34 Uhr: In französischen Regierungskreisen wird bestätigt, dass die beiden mutmaßlichen Attentäter auf das Satireblatt „Charlie Hebdo“ bei der Erstürmung ihres Verstecks in Dammartin-en-Goele getötet wurden.

17.31 Uhr: Auch der Geiselnehmer in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft ist nach einem Bericht von „Le Monde“ getötet worden.

17.27 Uhr: Bei dem Zugriff der Polizei auf die Verdächtigen des „Charlie Hebdo“-Anschlags in Paris werde beide Männer getötet. Ein Mann wird aus der Fabrik befreit. Anders als zuvor angenommen konnte sich dieser aber vor den Tätern verstecken und war nie in ihrer Gewalt.

17.25 Uhr: Nach der Geiselnahme in einem jüdischen Lebensmittelladen in Paris haben die britischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Einrichtungen verstärkt. Das gibt ein Vertreter der jüdischen Gemeinde bekannt

17.20 Uhr: Die Polizei beginnt nach Angaben aus französischen Regierungskreisen mit der Erstürmung des Gebäudes, in dem sich die mutmaßlichen Attentäter von Paris verschanzt halten.

17.15 Uhr: Auch am Schauplatz der Geiselnahme in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft in Ostparis melden Reporter Schüsse und Explosionen. Mindestens vier Detonationen seien zu hören, berichtet ein Reuters-Reporter.

16.56 Uhr: Schüsse und mehrere Explosionen sind von dem Areal in Dammartin-en-Goele zu hören, auf dem sich die mutmaßlichen Attentäter von Paris verschanzt haben. Aus dem Gebäude steigt Rauch auf.

16.24 Uhr: Paris macht „Charlie Hebdo“ zum Ehrenbürger der Stadt. Das gibt Bürgermeisterin Anne Hidalgo bekannt.

16.09 Uhr: Der Geiselnehmer von Paris hat laut „Le Figaro“ mit der Ermordung der Geiseln gedroht, sollte die Polizei die Druckerei östlich von Paris stürmen, in der sich die mutmaßlichen Urheber des Terroranschlags auf „Charlie Hebdo“ verschanzt haben.

Polizisten stürmen Supermarkt

APA/AP/Francois Mori

Das Gebiet rund um den Pariser Tatort wurde von Spezialeinheiten abgeriegelt

16.02 Uhr: Nach der Geiselnahme im Osten von Paris hat die Polizei jüdische Geschäfte in der bekannten Rue de Rosiers im vierten Bezirk aufgefordert, umgehend zu schließen. Polizeiangaben zufolge handle sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“. Wegen des Sabbats habe der Großteil aber ohnehin ab dem späten Nachmittag geschlossen.

15.31 Uhr: Nach den zwei Geiselnahmen im Osten und in Dammartin-en-Goele wird der Place de Trocadero gegenüber dem Eiffelturm vorübergehend evakuiert. Die U-Bahn habe nicht mehr in der dortigen Station gehalten, berichtete „Le Monde“ (Onlineausgabe). Es habe sich jedoch um einen falschen Alarm gehandelt.

Sicherheitskräfte vor Supermarkt

AP/Francois Mori

Am Nachmittag sorgte schließlich eine zweite Geiselnahme für einen weiteren Großeinsatz - diesmal in Paris

15.04 Uhr: Das Innenministerium weist Medienberichte über zwei Tote bei der Geiselnahme im Osten von Paris zurück.

14.53 Uhr: Bei der Geiselnahme im Osten von Paris ist nach Angaben aus Polizeikreisen eine Person schwer verletzt worden. Sechs Menschen werden demnach als Geiseln gefangen gehalten.

14.26 Uhr: Die Behörden in Dammartin-en-Goele haben mit der Evakuierung der Schulen begonnen. In einer Druckerei des Ortes haben sich die zwei mutmaßlichen Pariser Attentäter verschanzt. Vizebürgermeister Thierry Chevalier sagte Reuters, die nächstgelegene Schule sei bereits geräumt worden. Die Maßnahme werde auf alle Schulen ausgeweitet. In dem Ort gibt es etwa 1.000 Schulkinder.

14.20 Uhr: Bei der Geiselnahme im Osten von Paris sind Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden.

13.52 Uhr: In dem jüdischen Supermarkt in Paris werden nach Angaben aus Polizeikreisen mehrere Geiseln genommen. Der Täter halte sie mit zwei Schusswaffen in Schach.

13.34 Uhr: Bei einer Schießerei in einem jüdischen Supermarkt im Osten von Paris wird nach Angaben aus Polizeikreisen eine Person verletzt.

13.25 Uhr: Die Spezialeinheiten, die die Druckerei in Dammartin-en-Goele umstellt haben, versuchen nach Angaben des Innenministeriums, mit den Verdächtigen ins Gespräch zu kommen. Das könne Stunden oder gar Tage dauern, heißt es.

12.19 Uhr: Die beiden Hauptverdächtigen sind nach Worten des deutschen Innenminister Thomas de Maiziere im Schengen-Raum zur verdeckten Beobachtung ausgeschrieben. Sie seien im Informationssystem der Schengen-Staaten erfasst gewesen, sagt er in einem ARD-Interview laut Vorabmeldung.

12.07 Uhr: Innenminister der EU wollen am Sonntag in Paris über Maßnahmen zur Terrorbekämpfung diskutieren. Dabei geht es nach Angaben der EU-Kommission auch um den Umgang mit aus dem Westen stammenden Radikalen. An dem Treffen soll auch der Justizminister der USA teilnehmen.

Industriegebäude und Krankenwagen

AP/Peter Dejong

Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter auch Rettungsdienste, waren im Einsatz

10.44 Uhr: Das Innenministerium in Paris ist sich nach eigenen Angaben „so gut wie sicher“, dass es sich bei den Geiselnehmern um die beiden Hauptverdächtigen handelt.

10.16 Uhr: Die Staatsanwaltschaft dementiert den Bericht, wonach bei einer Schießerei in Dammartin-en-Goele ein Mensch getötet wurde.

10.04 Uhr: Einer der Hauptverdächtigen besuchte im Jahr 2011 den Jemen für religiöse Studien, wie aus Geheimdienstkreisen verlautet. Dabei habe er sich auch mit dem später getöteten Islamisten Anwar al-Awlaki getroffen.

10.02 Uhr: Bei der Schießerei in Dammartin-en-Goele wird Medienberichten zufolge mindestens ein Mensch getötet. Demnach gibt es auch zahlreiche Verletzte.

9.48 Uhr: Bei den beiden Verdächtigen, die in Dammartin-en-Goele aufgespürt wurden, handelt es sich Polizeikreisen zufolge um die mutmaßlichen Attentäter.

Gendarm mit Maschinengewehr sichert Kreuzung

APA/EPA/Yoan Valant

Das Gebiet rund um Dammartin-en-Goele wurde Freitagfrüh von der Polizei abgeriegelt

9.36 Uhr: Ein Reuters-Reporter sieht über einem Gewerbegebiet in Dammartin-en-Goele fünf Hubschrauber. Der Innenminister bestätigt, dass es in dem Ort einen Polizeieinsatz gibt.

9.32 Uhr: Polizeikreisen zufolge wird in der nordöstlich von Paris gelegenen Gemeinde Dammartin-en-Goele mindestens eine Geisel genommen.

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