Deutsche AfD will auf Distanz zu FPÖ bleiben

Vor dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD), der am Wochenende in Bremen stattfindet, schließt Führungsmitglied Alexander Gauland jegliche Zusammenarbeit mit anderen Parteien aus, die „auch nur leicht antisemitisch“ seien. Auch mit der FPÖ gebe es keine offiziellen Kontakte, weder nach Österreich noch nach Brüssel. Lediglich einzelne Abgeordnete der deutschen Europakritiker hätten persönliche Kontakte zu FPÖ-Politikern, er selbst aber nicht.

Der ehemalige CDU-Politiker Gauland hält die Kontakte seiner Partei zur Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten im EU-Parlament wie zu den britischen Torys und anderen EU-kritischen Kräften für selbstverständlich, wenn auch teilweise schwierig. Aber mit anderen Parteien habe die AfD Probleme, etwa mit dem Front National in Frankreich, der Partei für die Freiheit des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders und ähnlichen Organisationen.

„Auch mit einer nur leicht antisemitischen Partei wird die AfD nicht zusammenarbeiten“, sagte Gauland heute in Berlin. Die FPÖ könne er „nicht so einschätzen, wie deren intellektueller innerer Stand derzeit ist. Wir werden nur mit Parteien Kontakte halten, die ähnliche Ziele verfolgen, ohne zusätzliche Ziele zu haben, die wir nicht billigen können. Dabei ist der Antisemitismus eine wichtige Grundfrage.“