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Die letzte Hemmschwelle

Der Wunsch, einem Gegner so heftig weh zu tun wie nur möglich ist so alt wie die Menschheit. Eine als unüberwindbar geltende Hemmschwelle dabei fiel aber erst vor genau 100 Jahren, am 31. Jänner 1915, im siebenten Monat des Ersten Weltkriegs. An diesem Tag setzte die deutsche Armee 18.000 Geschoße mit Xylylbromid gegen russische Einheiten ein. Auch wenn der Einsatz noch nicht mit den berüchtigten Chlor- und Phosphorgasangriffen späterer Monate vergleichbar war: Ab diesem Moment waren Gift und Gas nicht mehr Kriegslist wie schon seit dem Altertum, sondern auf die Vernichtung eines Gegners ausgerichtet, in dem man konsequenterweise keinen Menschen mehr erblicken durfte.

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