Tunesien verhindert Anschlagsserie von Syrien-Heimkehrern

Tunesische Sicherheitskräfte haben nach Angaben des Innenministeriums eine großangelegte Anschlagsserie verhindert und mehr als 30 Terrorverdächtige festgenommen.

Die Extremisten hätten Attentate auf militärische und zivile Einrichtungen in der Hauptstadt Tunis und mehreren Regionen im Süden des Landes geplant, meldete die tunesische Nachrichtenagentur TAP gestern am späten Abend. Insgesamt 32 mutmaßliche Terroristen seien bei mehreren Zugriffen durch Anti-Terror-Einheiten festgenommen worden.

IS die Treue geschworen

Laut Innenministerium handelt es sich bei den Festgenommenen um Anhänger der Ukba-ibn-Nafi-Brigade, einige darunter seien Syrien-Heimkehrer. Die Brigade zählte einst als tunesischer Ableger des Terrornetzes Al-Kaida, hatte aber im September vergangenen Jahres der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.

Anhänger der Brigade kämpfen vor allem im gebirgigen Grenzgebiet zu Algerien gegen die tunesische Armee. Einige der mutmaßlichen Terroristen seien vor dem Zugriff der Sicherheitskräfte geflüchtet, meldete TAP. Das Innenministerium habe eine Fahndung eingeleitet.