„Boyhood“ gewinnt BAFTA für besten Film

Das über zwölf Jahre gedrehte Drama "Boyhood" von US-Regisseur Richard Linklater hat den British Academy Film Awards (BAFTA) für den besten Film gewonnen. Linklater, der seine Hauptfigur Mason Evans (Ellar Coltrane) darin von der Kindheit an durch die Pubertät begleitet hat, gewann gestern Abend in London zudem den Regiepreis der britischen Film- und Fernsehakademie.

British Academy Film Awards (BAFTA)

Einen dritten BAFTA für die oscarnominierte Produktion holte US-Schauspielerin Patricia Arquette als beste Nebendarstellerin.

„The Grand Budapest Hotel“ groß ausgezeichnet

Mit fünf BAFTAs heimste nur die Komödie "The Grand Budapest Hotel" mehr Auszeichnungen ein, unter anderem in den Kategorien Kostüm, Originaldrehbuch und Filmmusik. Der Film von US-Regisseur Wes Anderson hatte mit elf die meisten Nominierungen und war auch um den Titel als bester Film ins Rennen gegangen.

Dagegen war „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“ mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle der große Verlierer des Abends. Das oscarnominierte Drama über den Enigma-Codeknacker Alan Turing, der nach dem Zweiten Weltkrieg als Homosexueller verurteilt wurde, war für neun BAFTAs nominiert, ging aber komplett leer aus.

Cumberbatch musste die Auszeichnung für den besten Hauptdarsteller Eddie Redmayne überlassen - was er auf dem Roten Teppich vor der Gala bereits vorhergesehen hatte. Die beiden Briten konkurrieren auch um den Oscar. Die BAFTAs gelten als Testlauf für den wichtigsten Filmpreis, der am 22. Februar verliehen wird.