Abdullah-Zentrum: Grüne machen weiter Druck

Die Grünen wollen weiter Druck in Richtung Schließung des von Saudi-Arabien finanzierten Wiener Abdullah-Zentrums für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog machen und das KAICIID morgen im Menschenrechtsausschuss im Parlament thematisieren.

Harsche Kritik übt Tanja Windbüchler, außenpolitische Sprecherin der Grünen, an den Regierungsplänen zur Neuaufstellung des Zentrums.

Erweiterung, Öffnung und Kommunikation angekündigt

Vergangene Woche im Außenpolitischen Rat, den die Grünen einberufen hatten, hätten das Bundeskanzleramt und das Außenministerium ihren Vorschlag zur Neuaufstellung des Zentrums vorgestellt: eine Erweiterung der Mitgliedsstaaten, Öffnung und Kommunikation nach außen sowie politischer Einsatz, vor allem für Religionsfreiheit, so Windbüchler.

Details zu einem Zeitplan, einer Strategie, der künftigen Finanzierung und dazu, wie der Dialog ausschauen soll, habe es nicht gegeben, entsprechende Fragen habe die Regierung nicht beantworten können. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) soll morgen Nachmittag im Hohen Haus im Menschenrechtsausschuss zu Gast sein, dort wollen die Grünen das Zentrum wieder thematisieren.