Forscher: Moderater Alkoholkonsum doch nicht gesund

Alkohol in Maßen soll gesund sein - dieses Ergebnis zahlreicher Studien haben britische Forscher in einer neuen Analyse entkräftet.

Statistische Unsauberkeiten in früheren Erhebungen hätten dazu geführt, dass moderatem Alkoholkonsum eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt wird, wie die Wissenschaftler um Craig Knott vom University College London berichten.

Keine der analysierten Studien könne belegen, dass es der Alkohol sei, der sich positiv auf die Gesundheit moderater Trinker auswirke - und nicht etwa eine gesunde Ernährung.

Falsche Zuordnung in alten Studien

Zudem seien ehemalige Vieltrinker, die nun gar keinen Alkohol mehr konsumieren, den Gruppen der Nichttrinker zugeordnet worden, ohne dabei mögliche Langzeitschäden ihres Trinkens zu berücksichtigen. Daher können sie als kranke Nichttrinker in den Studien erscheinen. Die Forscher präsentieren ihre Analyse im „British Medical Journal“.