Zentralmatura: Panne hat Konsequenzen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat nach den Problemen beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) im Zuge der neuen AHS-Matura „sofortige Konsequenzen“ angekündigt. Das verantwortliche Projektteam werde mit zusätzlichem Personal verstärkt und bekomme eine neue Leitung, hieß es gestern in einer Aussendung.

„Reibungsloser Ablauf vertraglich zugesichert“

Sie habe bereits eine „genaue Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet“, so die Ministerin. Die mit der Abwicklung beauftragte Linzer Firma sei angewiesen worden, sofort alle technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das reibungslose Hochladen zu gewährleisten.

„Es darf keinerlei Verzögerung mehr geben. Wir haben im Vorfeld bereits Server-Stresstests verlangt und auch auf die zu erwartende Menge hingewiesen. Die Firma hat uns sowohl Kapazität als auch reibungslosen Ablauf vertraglich zugesichert.“

Informationsteams in jedem Bundesland

Rund um die vorhandenen Landeskoordinatoren zur Reifeprüfung würden in den Bundesländern Informationsteams aufgebaut, „um die direkte Kommunikation mit Schülern, Eltern und Lehrern direkter zu gestalten und besser zu gewährleisten“, hieß es weiters. Die Ministeriumsjuristen prüfen, ob die Verträge korrekt eingehalten wurden.

Hälfte der Arbeiten hochgeladen

Derzeit haben laut Heinisch-Hosek knapp 4.800 Maturanten ihre VWA hochgeladen, das ist etwas mehr als die Hälfte der für diese Woche erwarteten Arbeiten. Zum Vergleich: Mittwochabend waren es noch knapp 3.000. In Wien und Niederösterreich endet heute die Abgabefrist für die VWA. Dafür reicht es aber nun, die Arbeiten in elektronischer (Mail, USB-Stick) und gedruckter Form an der Schule abzugeben.

Parallel zur Abgabe der fertigen Arbeiten läuft derzeit auch die Einreichung der VWA-Themen für die Maturanten des kommenden Jahres. Auch sie müssen diese auf der gleichen Onlineplattform hochladen. Bisher haben 6.100 Schüler der siebenten Klasse das bereits geschafft.

Kritik aus Niederösterreich

Heftige Kritik an der Panne kam von Niederösterreichs Bildungslandesrätin Barbara Schwarz (ÖVP): Die „chaotischen Zustände“ seien nicht mehr tragbar, die Reform sei „halbherzig vorbereitet“.

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