Obama bei Cybersicherheit-Gipfel im Silicon Valley

US-Präsident Barack Obama will die großen Internetfirmen im Silicon Valley für seinen Kampf gegen Hackerangriffe verpflichten. Bei einem Cybersicherheit-Gipfel heute im kalifornischen Palo Alto werde Obama ein Dekret für einen besseren Informationsaustausch zwischen Staat und Unternehmen zu derartigen Gefahren unterzeichnen, teilte das Weiße Haus mit.

„Ein schneller Informationsaustausch ist ein unerlässlicher Bestandteil von wirksamer Cybersicherheit.“ US-Unternehmen würden den Bedrohungen durch Hacker dann nicht alleine gegenüberstehen.

Strengere Gesetze

Als Antwort auf Cyberattacken wie den Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures Ende vergangenen Jahres hatte Obama im Jänner eine Verschärfung der Gesetze angekündigt. Neben der verbesserten Zusammenarbeit von Staat und Privatsektor strebt der Präsident an, den Verkauf von gestohlenen Finanzdaten wie Kreditkarten- und Kontonummern unter Strafe zu stellen.

Unternehmen sollen verpflichtet werden, ihre Kunden nach Datenlecks besser zu informieren. Außerdem soll der Justiz eine größere Handhabe gegen von Cyberkriminellen genutzte Netzwerke aus infizierten Rechnern - sogenannte Botnets - gegeben werden.

Reden von Obama und Tim Cook

In den vergangenen Jahren war Obama mit ähnlichen Plänen im Kongress gescheitert. Kritiker befürchten, dass sich der Staat bei einer stärkeren Kooperation mit den Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit Zugriff auf private Daten von Internetnutzern verschafft.

An dem Cybersicherheit-Gipfel nahmen Vertreter von Technologiefirmen und Polizeibehörden sowie Wissenschaftler und Datenschutzaktivisten teil. Neben Obama sollte auch Apple-Chef Tim Cook eine Rede halten.