Athen vor Euro-Gruppe-Gesprächen optimistisch

Vor dem wichtigen Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel hat sich Griechenland zuversichtlich gezeigt, dass eine Einigung erreicht werden kann. „Unsere starke, auf Logik gegründete Haltung wird zu einer Einigung führen“, sagte der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis der Zeitung „Kathimerini“ heute. Am Abend demonstrierten in Griechenland und anderen europäischen Ländern Tausende Menschen gegen die Sparpolitik.

Varoufakis sagte, die bisherigen Gespräche mit den anderen 18 Mitgliedern der Euro-Zone über die Forderung der neuen Linksregierung von Alexis Tsipras nach einer Umstrukturierung der Staatsschulden hätten ihn „optimistisch“ gestimmt. Allerdings könne die Frist bis zum Auslaufen des Hilfsprogramms am 28. Februar zu knapp sein. Es gebe auch weiter Streitpunkte - wie die Frage der Privatisierungen und des Arbeitsrechts. Der Minister betonte, es gebe „keinen Plan B“.

Tsipras äußerte sich in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ dialogbereit und optimistisch. „Ich bin für eine Lösung, bei der alle nur gewinnen. Ich will eine Win-win-Lösung. Ich will Griechenland vor einer Tragödie retten und Europa vor der Spaltung bewahren“, sagte Tsipras laut einer Vorabmeldung. „Statt Geld brauchen wir Zeit, um unsere Reformpläne zu verwirklichen.“ In sechs Monaten könne Griechenland „ein anderes Land“ sein.