USA organisieren Konferenz gegen Extremismus

Die USA organisieren diese Woche eine Konferenz zum Kampf gegen den Extremismus in der Welt. US-Präsident Barack Obama lade zu dem dreitägigen Expertentreffen ein, das heute beginnen solle, sagten US-Regierungsvertreter gestern in Washington.

Obama werde morgen und am Donnerstag zu den versammelten Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sprechen. Bei dem Treffen solle über Maßnahmen gegen Radikalisierung, die Rekrutierung von Kämpfern und Aufrufe zur Gewalt gesprochen werden.

„Es geht darum, ein umfassendes Netzwerk aufzubauen, um gegen gewalttätigen Extremismus zu kämpfen“, sagte ein hoher US-Regierungsvertreter. „Wir wollen zur Tat schreiten.“ Neben UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sollen den Angaben zufolge Vertreter von 60 Ländern sowie der Europäischen Union teilnehmen.

Konferenz gegen Antisemitismus gefordert

Die Konferenz erfolgt, nachdem am Wochenende ein junger Mann in Kopenhagen bei womöglich islamistisch motivierten Angriffen auf ein Kulturzentrum und eine Synagoge zwei Männer erschossen hat. In Libyen veröffentlichte zudem die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gestern ein Video, das angeblich die Enthauptung von 21 ägyptischen Kopten zeigt.

Eine europäische Konferenz gegen Antisemitismus forderte unterdessen Simon Wiesenthal Center. „Paris und Kopenhagen erscheinen wie Präzedenzfälle einer paneuropäischen Epidemie. Die Verurteilung alleine reicht nicht aus“, schrieb das Zentrum in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk. Tusk müsse eine Konferenz einberufen, um Judenfeindlichkeit „an jeder Front zu bekämpfen“.