Ukraine gedenkt der Toten vom Maidan

Die Ukraine gedenkt heute der Opfer der blutigen Ausschreitungen auf dem Maidan in Kiew vor einem Jahr. Bei prowestlichen Massenprotesten gegen den Präsidenten Viktor Janukowitsch in der ukrainischen Hauptstadt waren rund 100 Menschen erschossen worden. Die Umstände wurden bisher nicht aufgeklärt.

Präsident Petro Poroschenko will am späten Nachmittag eine Ansprache auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) halten. Anschließend sollen die Opfer mit einem landesweiten „Moment der Stille“ und einer Aufführung des „Requiems“ von Wolfgang Amadeus Mozart durch das Nationale Symphonieorchester auf dem Maidan geehrt werden.

Die Massenproteste hatten am 21. Februar 2014 zur Flucht des russlandfreundlichen Präsidenten Janukowitsch geführt. Nach dessen Sturz kam die proeuropäische Führung um Poroschenko an die Macht.

Gipfeltelefonat: „Waffenruhe in Ukraine umsetzen“

Die Krisendiplomatie geht indessen weiter: Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine haben einen neuen Vorstoß zur Umsetzung des Minsker Abkommens zur Ukraine-Krise verabredet. In dem Telefonat hätten die Staats- und Regierungschefs der vier Länder, Angela Merkel, Francois Hollande, Wladimir Putin und Poroschenko, gestern den Bruch der Waffenruhe in den vergangenen Tagen verurteilt. Alle vier forderten, dass „unmittelbar konkrete Schritte zur umfassenden Umsetzung der Waffenruhe und des Rückzugs der schweren Waffen erforderlich“ seien.

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