Bericht: Gas für EU aus Aserbaidschan und Turkmenistan

Angesichts des Gasstreits zwischen der Ukraine und Russland strebt die EU-Kommission laut einem Medienbericht rasche Verhandlungen über Gaslieferungen aus Aserbaidschan und Turkmenistan an.

Das gehe aus einem Entwurf zur EU-Energieunion hervor, berichtete der „Spiegel“ (Onlineausgabe) gestern. Noch heuer solle es ein „Memorandum of Understanding“ zwischen der EU und den beiden Ex-Sowjetstaaten geben. Bis 2016 wolle Brüssel ein umfassendes Paket zur Diversifikation der europäischen Gasversorgung entwickeln.

Die EU deckt rund zwei Drittel ihres Gasverbrauchs aus Importen. Russland ist der größte Exporteur und liefert knapp ein Drittel des in Europa verbrauchten Gases. Davon wiederum fließt rund die Hälfte durch die Ukraine. In den letzten Jahren gab es dabei immer wieder Schwierigkeiten, die auch zu Engpässen führten. Vergangenes Jahr kam der große Konflikt zwischen Russland und der Ukraine um die Krim und die Ostukraine hinzu.

Die EU-Kommission hatte Anfang des Monats angekündigt, die Energiepolitik in Europa umzugestalten. Dabei soll die Energieunion die engere Zusammenarbeit von EU-Staaten bei Energiefragen regeln.