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Medien und Unterstützer überrascht

Der US-Republikaner Mitt Romney verzichtet auf eine erneute Präsidentschaftskandidatur im kommenden Jahr. Er wolle der nächsten Generation in seiner Partei die Gelegenheit lassen, sich um eine Nominierung zu bewerben, erklärte er Ende Jänner.

„Ich habe entschieden, dass es am besten ist, anderen Anführern in der Partei die Möglichkeit zu geben, unser nächster Kandidat zu werden“, heißt es in der Erklärung Romneys, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. US-Medien hatten in den vergangenen Wochen berichtet, dass der frühere Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts über eine erneute Kandidatur nachdenke.

Romney kämpfte zweimal erfolgslos um den Einzug in das Weiße Haus. Vor der Wahl 2008 unterlag er im parteiinternen Wettstreit John McCain. Vier Jahre später wurde er zwar von den Republikanern nominiert, verlor die Präsidentschaftswahl aber gegen Amtsinhaber Barack Obama von den Demokraten.

Schwierige Entscheidung für Romney

Noch Minuten vor Romneys Rückzug meldeten US-Medien, er werde noch einmal antreten. Dass es eine knappe Entscheidung war, machte der Mormone in eigenen Worten klar: „Ich bin überzeugt, dass wir die Nominierung gewinnen könnten, aber mir ist voll bewusst, dass dies ein schwieriger Test und ein harter Kampf geworden wäre.“

Das Feld der möglichen Präsidentschaftsanwärter für 2016 ist bei den Republikanern breit gefächert. Im Dezember hatte der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, erste Weichen für eine Kandidatur gestellt. Der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush kündigte an, eine Bewerbung „aktiv“ zu prüfen.

Jeb Bush reagierte via Facebook

Bush reagierte via Facebook auf Romneys Mitteilung. „Ich bin sicher, die heutige Entscheidung war nicht einfach“, schrieb er. „Mitt ist ein Patriot, und ich schließe mich vielen an, die hoffen, dass seine Tage im Dienste unserer Nation und Partei nicht vorbei sind.“ Fix ist bei den Republikanern bisher das Antreten des texanischen Senators Ted Cruz. Im Gespräch als Präsidentschaftskandidaten der „Grand Old Party“ sind außerdem der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, der Senator Rand Paul aus Kentucky und der Senator Marco Rubio aus Florida.

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