Britischer Geheimdienst durchkreuzt EU-„Industrie 4.0“-Plan

Der Einbruch des britischen Geheimdienstes GCHQ beim weltgrößten Hersteller von SIM-Karten, Gemalto, stellt die gesamte EU-Strategie zur Verkehrs- und Industrievernetzung in Frage. Die Sicherheit dieses als „Industrie 4.0“ oder „Internet der Dinge“ bekannten Konzepts basiert vollständig auf SIM-Cards.

Das technische Konzept für diese sehr komplexe Vorhaben wird bereits seit 2009 im European Telecom Standards Institute (ETSI) entwickelt, 2013 wurde bereits eine Reihe erster Spezifikationen für einen kommenden Standard vorgestellt.

Die Konferenz von EU-Vizepräsident Andrus Ansip und des zuständigen Kommissars Günther Oettinger zur digitalen EU-Agenda am Donnerstag, in der der Industrievernetzung eine zentrale Rolle zukommt, wird von den GCHQ-Angriffen überschattet sein. Diese Attacken gefährden den gerade erst im Aufbau befindlichen Markt für Maschinenkommunikation, alle Prognosen gehen von rasantem Wachstum und Jahresumsätzen im zweistelligen Milliardenbereich für 2020 im EU-Raum aus.

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