IS entführte in Syrien 56 assyrische Christen

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Nordosten Syriens mindestens 56 assyrische Christen entführt. Die Opfer seien nordwestlich der Stadt al-Hassaka verschleppt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern Abend. Über das weitere Schicksal der Entführten ist nichts bekannt. Die assyrischen Christen machen etwa fünf Prozent der Bevölkerung Syriens aus.

Zugleich gab es in der Region schwere Kämpfe zwischen IS-Extremisten und kurdischen Volksschutzeinheiten, die das Gebiet bisher beherrschen. Die Terrormiliz hatte nordwestlich von al-Hassaka Dörfer angegriffen und einige Gebiete eingenommen, in denen mehrheitlich assyrische Christen wohnen. Zahlreiche Menschen seien geflohen, so die Menschenrechtler.

Frankreich setzt Flugzeugträger ein

Die internationale Gemeinschaft verstärkt indes ihren Kampf gegen den IS. Frankreich setzt jetzt gegen die Dschihadisten im Irak auch den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ ein. Das Schiff liege nun etwa 200 Kilometer nördlich von Bahrain im Persischen Golf und sei in den Kampf gegen die Extremisten eingebunden worden, berichtete die Zeitung „Le Parisien“.

Im benachbarten Syrien wurden bei Luftschlägen gegen den IS bisher mindestens 1.600 Menschen getötet. Seit Beginn der Angriffe vor fünf Monaten seien zudem mehrere hundert Menschen verletzt worden, teilte die Beobachtungsstelle mit. Bei der übergroßen Mehrheit der Opfer handle es sich um Extremisten. Unter den Toten waren aber auch 62 Zivilisten.