Obama verzichtet auf Konter in Zwist um Netanjahu-Rede

US-Präsident Barack Obama verzichtet auf eine Anheizung des Konflikts über die geplante Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress. Das Weiße Haus sende Sicherheitsberaterin Susan Rice und die amerikanische UNO-Botschafterin Samantha Power als Rednerinnen zur Jahrestagung der proisraelischen Lobbyorganisation AIPAC, bestätigte Obamas Sprecher gestern.

Damit beendete er Spekulationen, dass erstmals seit Jahren kein hochrangiger US-Regierungsvertreter an der Konferenz teilnehmen könnte. Hintergrund ist Obamas Groll über Netanjahu, weil der Israeli am kommenden Dienstag eine Rede im Kongress hält, ohne das vorher mit ihm abgesprochen zu haben. Netanjahu wolle mit seiner Rede offen Obamas Iran-Politik kritisieren, heißt es.

Die AIPAC-Konferenz findet von Sonntag bis Dienstag in Washington statt. Am Montag wird Netanjahu vor den Delegierten sprechen.