Öcalan ruft PKK zur Entwaffnung auf

Der inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan hat seine Anhänger zur Niederlegung der Waffen aufgefordert und damit neue Hoffnung auf ein Ende des seit Jahrzehnten andauernden kurdischen Aufstands in der Türkei genährt.

In einer gestern von dem Abgeordneten Sirri Süreyya Önder von der prokurdischen Oppositionspartei HDP verlesenen Botschaft rief Öcalan seine Bewegung auf, die Entwaffnung konkret einzuleiten. Die Friedensverhandlungen zwischen der türkischen Regierung und dem Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) liegen seit Monaten auf Eis.

„Wir nähern uns einer Lösung dieses 30 Jahre alten Konflikts in Form eines endgültigen Friedens“, sagte Öcalan in der Botschaft, die Önder in einer nie zuvor in der Art dagewesenen Pressekonferenz mit Vizeregierungschef Yalcin Akdogan verlas. „Und unser erstes Ziel ist es, zu einer demokratischen Lösung zu kommen.“ Öcalan forderte die PKK auf, im Frühjahr einen außerordentlichen Parteitag einzuberufen, um die „strategische und historische Entscheidung der Entwaffnung“ zu treffen.