Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ins Meer und droht

Mit Raketentests und kriegerischen Tönen hat Nordkorea auf den Beginn gemeinsamer Manöver der Streitkräfte der USA und Südkoreas reagiert.

Zwei Kurzstreckenraketen seien von der Westküste Nordkoreas aus in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee heute mit. Die Raketen hätten eine Reichweite von etwa 500 Kilometern gehabt. Es habe sich vermutlich um Raketen des Typs Scud gehandelt. Die beiden koreanischen Staaten warfen einander Provokation vor.

Manöver von USA und Südkorea

Ungeachtet der Proteste aus Nordkorea begannen die USA und Südkorea wie geplant die fast zweimonatigen Feldübungen unter dem Namen „Foal Eagle“ sowie die zwölftägige Kommandoschulung „Key Resolve“. Beide Seiten hatten zuvor Vorwürfe Nordkoreas zurückgewiesen, die jährlichen Frühjahrsübungen dienten der Vorbereitung eines Angriffs. An den Manövern nehmen laut Berichten südkoreanischer Medien etwa 220.000 Soldaten teil. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Es ist nicht unüblich, dass Nordkorea auf US-amerikanisch-südkoreanische Militärmanöver mit Raketentests und eigenen Manövern antwortet. Südkoreas Armee sprach von einer „Provokation“ und erklärte, angesichts drohender weiterer Raketentests „wachsam“ zu sein.

Nordkorea reagiert regelmäßig gereizt auf die Militärübungen und betrachtet sie als Vorbereitungen für eine Invasion. Am Wochenende hatte Machthaber Kim Jong Un die Armee seines Landes angewiesen, sich auf einen „Krieg“ mit den USA und deren Verbündeten vorzubereiten.