Erneut Probleme bei Probelauf für Zentralmatura

Nicht ganz reibungslos ist gestern der Probelauf für die Englisch-Zentralmatura abgelaufen. So sind unter anderem auch bereits zuvor veröffentlichte Aufgaben verwendet worden. Im Vorfeld musste außerdem eine „missverständlich interpretierbare“ Angabe ergänzt werden, geht aus einem Schreiben des Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE) an die Schulen hervor.

Für den Probelauf stellt das BIFIE Aufgabensammlungen zur Verfügung. Diese stehen nicht nur als Gesamtpaket, sondern auch als Einzelaufgaben bereit. Außerdem gibt es Vorschläge für Aufgabenkombinationen, die auch als dreistündige Schularbeit verwendet werden können. Die Lehrer können selbst entscheiden, ob und welche Aufgaben sie mit den Schülern entweder informell üben oder auch als „echte“ Schularbeit geben wollen.

Die zur Verfügung gestellten Dateien konnten ab Montag entschlüsselt werden. Wenige Stunden später ging außerdem ein der APA vorliegendes Mail vom BIFIE an die Schuldirektionen mit dem Hinweis, dass „der grafische Input“ in einer Aufgabe „missverständlich interpretiert werden kann“. Gleichzeitig wird darum gebeten, „ergänzende Informationen“ zur betreffenden Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

Kritik der Lehrergewerkschaft

„Das stärkt nicht unbedingt rasend das Vertrauen“, meinte der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, zur APA. Viele Lehrer hätten nach der Entschlüsselung der Aufgabendateien festgestellt, dass manche der nunmehrigen Beispiele bereits als Übungsaufgaben auf der BIFIE-Website vorhanden gewesen seien. „Der Schüler, der die vielleicht mit seinem Nachhilfelehrer gemacht, wird sich natürlich freuen, wenn er sie dann zufällig zur Schularbeit kriegt. Das ist aber nicht ganz Sinn der Sache“, so Quin.