Überlegungen zur Anhebung der Grunderwerbssteuer

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Die Regierungsparteien überlegen laut Zeitungsberichten im Zuge der Steuerreform offenbar auch eine Adaptierung der Grunderwerbssteuer. So könnten Erben von Immobilien künftig mehr an den Fiskus abliefern müssen als bisher, berichteten „Kurier“ und „Presse“ (Mittwoch-Ausgaben) unter Berufung auf Verhandlerkreise. Offizielle Bestätigung gab es heute Abend dafür keine.

„In Richtung des Verkehrswertes“

Laut „Kurier“ könnte die Bemessung der Grunderwerbssteuer (die auch jetzt schon bei Erbschaften bzw. Schenkungen anfällt) geändert werden: Derzeit erfolgt die Bemessung (bei Erbschaften innerhalb der Familie) anhand des dreifachen Einheitswertes; laut dem Bericht könnte dieser „in Richtung des Verkehrswerts“ angehoben werden, was mehr Steuereinnahmen bringen würde. Unter einem Wert von 150.000 Euro soll die Bemessung aber bleiben, wie sie ist, erst darüber würde man um 0,5 Prozentpunkte mehr Steuer zahlen als derzeit, so der „Kurier“. Bei einem Wert von 300.000 Euro könnte es einen weiteren Sprung geben.

Die „Presse“ berichtete ebenfalls von Überlegungen in diese Richtung: Es könnte etwa der Tarif (für Familienmitglieder derzeit zwei Prozent) angehoben werden . Eine Anhebung um einen Prozentpunkt soll rund 40 Millionen Euro bringen. Die ÖVP soll sich laut „Presse“ diesem Vorschlag nicht komplett verschließen.

Besteuerung der „Übertragung von Kapital“?

Diskutiert wird laut „Kurier“ auch über eine Besteuerung der „Übertragung von Kapital“. Diese könnte etwa greifen, wenn man Aktienpakete erbt oder geschenkt bekommt.

Einen Bericht der „Presse“, wonach der für kommenden Dienstag angesetzte außerordentliche Bundesparteivorstand der SPÖ auf Montag vorverlegt werden soll, wies man in der SPÖ gegenüber der APA zurück. Zu dem Treffen (bei dem den Vorstandsmitgliedern das fertige Steuerreformpaket präsentiert werden soll) sei nach wie vor für Dienstag geladen, hieß es aus der Partei.