Causa Alijew: Kasachische Botschaft weist Vorwürfe zurück

Die Botschaft der Republik Kasachstan hat gestern Aussagen von Erich Gemeiner, einem der Rechtsanwälte des in Haft verstorbenen kasachischen Ex-Botschafters Rachat Alijew, als „absurde Behauptungen“ zurückgewiesen. Gemeiner hatte am Montag in einer Stellungnahme von einem Auftrag zur „Neutralisierung“ Alijews im Jahr 2014 durch den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew gesprochen. Gemeiner hatte sich dabei auf einen anonymen Informanten berufen, der auch von den österreichischen Behörden einvernommen worden sein soll.

In der Aussendung der kasachischen Vertretung in Österreich zu dem „angeblichen Mordauftrag“ hieß es: „Die Botschaft der Republik Kasachstan weist die völlig haltlosen und absurden Behauptungen von Mag. Gemeiner entschieden zurück und appelliert an die österreichischen Medien, sich nicht als Plattform für Verleumdungskampagnen instrumentalisieren zu lassen.“

Gemeiner habe das Thema „ausgerechnet an dem Tag lanciert, als das Ergebnis der Untersuchungen unabhängiger Sachverständiger bekannt wurde, wonach Fremdverschulden beim Tod von Dr. Alijew eindeutig ausgeschlossen wird“, so der Pressedienst der Botschaft. „Nach der Obduktion in der Schweiz bestätigen mittlerweile zwei Gutachten den Suizid ohne Fremdeinwirkung.“