Proteste zu Eröffnung von neuem EZB-Sitz erwartet

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Die Eröffnungsfeier für den spektakulären Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt in Deutschland wird heute von breit angelegten Protesten begleitet. Allein zur zentralen Kundgebung erwartet das banken- und kapitalismuskritische Blockupy-Bündnis mindestens 10.000 Teilnehmer. Es will aber auch den Festakt stören, mit der die EZB ihre neue Zentrale offiziell eröffnet.

Die Organisatoren unterstrichen ihre friedlichen Absichten. „Wir vom Blockupy-Bündnis planen keine Gewalttaten, sondern einen friedlichen, bunten, lauten Protest“, sagte der hessische Linke-Landtagsabgeordnete Ulrich Wilken in Frankfurt. Dem Zusammenschluss gehören mehr als 90 Organisationen an, darunter Attac, einige Gewerkschaften, die Linke und sogenannte Antifa-Gruppen.

Die Polizei sicherte das Areal rund um die EZB-Zentrale weiträumig mit Absperrungen und NATO-Draht ab. Zuletzt wurde auch noch eine Sicherheitszone markiert, mit der die Demonstranten auf zehn Metern Abstand gehalten werden sollen. Die EZB nutzt die 185 und 165 Meter hohen Glastürme im Frankfurter Ostend bereits seit mehreren Monaten. Bei dem kleinen Festakt sprechen EZB-Chef Mario Draghi, Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann.