Niederlande-Regionalwahl: Verluste für Regierungskoalition

Die Regierungskoalition der Niederlande hat bei der Regionalwahl gestern schwere Verluste erlitten. Laut den ersten Prognosen des niederländischen Fernsehens verloren Sozialdemokraten und Rechtsliberale rund ein Drittel der Mandate in den zwölf Provinzen und auch der Ersten Kammer des nationalen Parlaments.

Diese dem Bundesrat im österreichischen Parlament vergleichbare Kammer wird von den neuen Provinzparlamenten gewählt. Die Wahl galt als wichtiger Test für die Große Koalition von Ministerpräsident Mark Rutte.

Verluste auch für Wilders

Dramatisch schlecht schnitt die sozialdemokratische Partei für die Arbeit ab. Sie büßte laut den Prognosen auf der Basis von Wählerbefragungen fast die Hälfte der Mandate ein. Die rechtsliberale VVD von Rutte verlor rund ein Viertel der Sitze.

Großer Gewinner ist die linksliberale D66, die laut den Prognosen ihr Ergebnis von 2011 verdoppeln konnte. Stimmengewinne verzeichneten auch die Christdemokraten und die Sozialisten. Überraschend deutliche Verluste von rund 1,5 Prozentpunkten erlitt die Partei für die Freiheit des Rechtspopulisten Geert Wilders. Für ihn war es die vierte Wahlschlappe in Folge.

Die Wahlbeteiligung war mit 49 Prozent deutlich niedriger als vor vier Jahren. Die Niederländer wählten gleichzeitig auch die Räte der „Waterschappen“, die für den Wasserschutz zuständig sind. Die Ergebnisse werden erst später veröffentlicht.