13 mutmaßliche Dschihadisten in Marokko festgenommen

Die Behörden in Marokko haben nach eigenen Angaben eine Extremistenzelle der dschihadistischen Organisation Islamischer Staat (IS), deren Anhänger einen IS-Ableger gründen wollten, gesprengt. Die 13 Mitglieder hätten Anschläge gegen Politiker und Mitglieder der Sicherheitskräfte geplant und vorgehabt, deren Waffen zu stehlen, sagte einer der Ermittler gestern.

Die Zelle sei in mehreren Städten aktiv gewesen, darunter auch in den Tourismushochburgen Marrakesch und Agadir. Vergangene Woche hatten Extremisten in Tunis ein Museum angegriffen und mehrere ausländische Touristen bei dem Anschlag getötet.

Die Mitglieder der Zelle in Marokko hatten nach Angaben der Ermittler dem IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi ihre Gefolgschaft geschworen. Journalisten wurden sechs Pistolen und Munition gezeigt, die in einem Versteck unweit Agadirs beschlagnahmt worden seien. Hunderte Marokkaner haben sich in Syrien und im Irak dem IS angeschlossen. Die Behörden befürchten, dass Rückkehrer in ihrer Heimat Anschläge verüben könnten.