Kanada: Abschaffung von Waffenregister abgesegnet

In Kanada haben die konservative Regierung und die Waffenlobby vor Gericht einen entscheidenden Sieg errungen. Der Oberste Gerichtshof in Ottawa erklärte die Abschaffung des nationalen Waffenregisters für Flinten und Gewehre heute in letzter Instanz für gültig. Einen Antrag der Provinz Quebec auf die Herausgabe der Daten aus dem geschlossenen Register wies das Gericht ab.

Das Waffenregister war nach einem Amoklauf mit 14 Toten an einer Hochschule in Montreal 1989 eingeführt worden. 2012 schaffte die konservative Regierung von Premierminister Stephen Harper die Registrierungspflicht für Langwaffen dann wieder ab.

Die Provinz Quebec wollte daraufhin ein eigenes Register aufbauen und dafür die Daten aus dem nationalen Register verwenden. Die Regierung in Ottawa lehnte das ab und argumentierte, ein solches Register sei zu teuer und verhindere zudem keine Schusswaffenkriminalität.