Neue BZÖ-Chefin Trodt-Limpl sucht Sponsoren

Mit den Worten „Das Krokodil tritt ab“ hat der bisherige BZÖ-Obmann Gerald Grosz gestern seinen Rückzug aus der Politik verkündet.

Seine Nachfolgerin, die 59 Jahre alte Kärntner Landtagsabgeordnete Johanna Trodt-Limpl, meinte, sie habe sehr große Fußspuren, in die sie jetzt treten müsse, gab sich aber optimistisch, die Partei wieder „nach oben“ bringen zu können.

Sie sei nicht die einzige Kandidatin für den Parteivorsitz gewesen, betonte Grosz: „Es hat mehrere Interessenten für meinen Job gegeben.“ Er dementierte zudem, dass er den Job zurückgelegt habe, weil die Partei pleite sei, wie kolportiert worden war.

Mit 5.000 Euro im Plus?

„Der Kontostand des BZÖ beträgt 5.000 Euro, und zwar plus, wir sind die einzige Partei ohne Schulden.“ Er habe in den vergangenen Monaten ausführlich nachgedacht und sei zu dem Entschluss gekommen, dass es richtig sei, eine Position nicht mehr zu besetzen, wenn man sie nicht mehr mit vollem Leben erfüllen könne.

Trodt-Limpl zeigte sich „beeindruckt“ vom großen Zuspruch, den sie erhalten habe. Die neue Chefin sieht die politische Situation für das BZÖ als „sehr gut“ an, die politische Position der Partei sei und bleibe „rechts der Mitte“. Mit Sponsoren soll der Bundespartei finanziell auf die Sprünge geholfen werden, die Parteienförderung in Kärnten dürfe ja nicht für die politische Arbeit der Bundespartei verwendet werden.

Zuvor hatte Grosz gemeint, die „Kriegskasse der Kärntner Partei“ würde einen professionellen Nationalratswahlkampf ermöglichen. Das ist laut Trodt-Limpl nicht möglich, weil verboten.