Janukowitsch-Getreuer offenbar in Kiew ermordet

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Ein früherer ukrainischer Abgeordneter der Partei der Regionen des gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ist offenbar ermordet worden. Oleg Kalaschnikow sei am Abend mit Schusswunden tot in seinem Haus in Kiew gefunden worden, teilte das Innenministerium gestern mit.

Der Abgeordnete Anton Gueraschtschenko erklärte seinerseits, die Polizei habe Ermittlungen wegen vorsätzlichen Mordes aufgenommen. Es würden sowohl politische Motive als auch die These eines Raubmords oder einer Tat aus wirtschaftlichen Gründen geprüft.

Todesfälle unter verdächtigen Umständen

Laut dem Abgeordneten hatte Kalaschnikow während der Proteste der proeuropäischen Opposition vergangenes Jahr Gegenkundgebungen organisiert. Kalaschnikow ist bereits der vierte Verbündete Janukowitschs, der in den vergangenen zwei Monaten unter verdächtigen Umständen verstarb.

So war der frühere Gouverneur Olexandre Peluschenko tot in seinem Haus im Süden der Ukraine gefunden worden. Kurz zuvor war der frühere Abgeordnete Stanislaw Melnik tot in seinem Haus bei Kiew entdeckt worden. Beide Politiker sollen sich das Leben genommen haben. Ende Februar hatte sich zudem Michailo Tschetschetow, ein hoher Parlamentsmitarbeiter der Partei der Regionen, aus einem Fenster im 17. Stock gestürzt.

Außerdem war Ende März der jüngste Sohn von Janukowitsch mit einem Kleinbus auf dem Eis des Baikal-Sees in Sibirien eingebrochen und ertrunken. Janukowitsch war im Februar 2014 nach monatelangen Protesten gestürzt worden und ins russische Exil geflohen.