Clarkson nach Rauswurf: „Werde ‚Top Gear‘ vermissen“

Nach seinem Rausschmiss durch die BBC hat sich der ehemalige „Top Gear“-Moderator Jeremy Clarkson erstmals zu Wort gemeldet. „Ein inniges Dankeschön an alle, die mir geschrieben haben, um mir zu sagen, dass sie mich bei ‚Top Gear‘ vermissen werden“, so Clarkson in einer Kolumne der „Sun“, „ich werde es jedoch noch viel mehr vermissen.“

Nach Schimpftiraden und Schlägen gegen Produzent gefeuert

Clarkson war im März nach einer Auseinandersetzung mit seinem Produzenten Oisin Tymon suspendiert worden. Laut einer internen Untersuchung hatte sich der Moderator darüber aufgeregt, dass er nach einem langen Drehtag nur eine kalte und keine warme Mahlzeit bekommen hatte.

Rund 20 Minuten lang beschimpfte er Tymon demnach rüde und schlug dann auch noch zu. Mit geplatzter Lippe ließ sich der Produzent anschließend in der Notaufnahme behandeln.

Fans wollten BBC zu Rücknahme überreden

Nach dem Vorfall startete Clarkson mehrere Anläufe, sich bei Tymon zu entschuldigen, zudem zeigte er sich selbst bei seinen Chefs an. Seit seiner Suspendierung setzten sich eine Onlinepetition mit einer Million Unterzeichnern und selbst sein Freund, der britische Premierminister David Cameron, für den langjährigen Moderator ein. Doch vergeblich: Die Regeln müssten für alle gelten, unabhängig vom Rang des Betroffenen oder „kommerziellen Erwägungen“, erklärte die BBC.

350 Millionen Zuseher weltweit

„Top Gear“ ist die erfolgreichste Sendung der BBC: Allein in Großbritannien wird sie von 6,5 Millionen Zuschauern verfolgt, weltweit sind es 350 Millionen. Nach Angaben der BBC soll die Sendung nun für das kommende Jahr generalüberholt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Clarkson ausfallend wurde. Unter anderem wegen rassistischer Bemerkungen wurde der Moderator mehrfach von der BBC verwarnt. Dennoch war er wegen seines respektlosen Auftretens bei seinen Anhängern äußerst beliebt.