„Nachtwölfe“ erreichen heute polnische Grenze

Trotz des polnischen Einreiseverbots für Mitglieder des russischen Motorradklubs „Nachtwölfe“ wollen die Biker ihre „Siegesfahrt“ von Moskau über Wien nach Berlin wie geplant fortsetzen. Heute spekulierten polnische Medien, die Motorradfahrer könnten den kleinen Grenzverkehr über die russische Exklave Kaliningrad für die visumfreie Einreise nutzen.

Nach der ursprünglichen Planung wollten die Russen, die als Anhänger des russischen Präsidenten Wladimir Putin gelten, über Weißrussland am Grenzübergang Brest einreisen.

Anweisung an Grenzschützer

Die „Gazeta Wyborcza“ berichtete unter Berufung auf Regierungsquellen, die Grenzschützer hätten die Anweisung, alle „Nachtwölfe“ abzuweisen, deren Namen bekannt seien. Ein Vertreter der russischen Botschaft soll ebenfalls zur Grenze aufgebrochen sein, um „eventuelle Rechtsverletzungen“ festzustellen.

Während polnische Regierungsvertreter die „Siegesfahrt“ als Provokation bezeichneten und in Sozialen Medien aufgerufen wurde, die Fahrt der „Nachtwölfe“ zu verhindern, will der polnische Motorradklub „Rajd Katynski“ die russischen Biker unterstützen - und notfalls stellvertretend für sie Kerzen an russischen Soldatengräbern anzünden.