Schleswig-Holstein erwägt Dänisch als weitere Amtssprache

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Platt, Friesisch und Dänisch sollen offizielle Amtssprachen im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein werden. Es gebe entsprechende Pläne, sagte ein Sprecher des Innenministeriums heute in Kiel. Wann sich das Kabinett mit dem Thema befasse, sei aber noch unklar.

Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Der Vorstoß sei Teil des Handlungsplans Sprachenpolitik, zitiert die Zeitung die Landesminderheitenbeauftragte Renate Schnack.

Nach der bisherigen Formulierung im Landesverwaltungsgesetz ist die einzige Amtssprache in Schleswig-Holstein Deutsch. Das bedeutet, Behörden können eine Übersetzung verlangen, wenn in einer fremden Sprache beispielsweise Anträge gestellt oder Urkunden vorgelegt werden. In begründeten Fällen kann sogar die Vorlage einer beglaubigten Übersetzung gefordert werden. Künftig soll das den Plänen zufolge etwa für Beschwerden und Bauanträge zumindest auf Plattdeutsch, Friesisch oder Dänisch kostenfrei für den Bürger sein.