Bericht über Koma von Joni Mitchell zurückgewiesen

Die Folkmusik-Legende Joni Mitchell befindet nach ihrer Krankenhauseinlieferung entgegen einem Medienbericht auf dem Wege der Besserung. „Entgegen den Gerüchten, die heute im Internet kursieren, liegt Joni nicht im Koma“, hieß es gestern auf ihrer offiziellen Website. Die 71-jährige Musikerin habe „all ihre Sinne beisammen“. „Eine volle Genesung wird erwartet“, hieß es weiter.

Zuvor hatte die Promiwebsite TMZ berichtet, Mitchell liege im Koma und sei nicht mehr ansprechbar. Eine Freundin von ihr habe die Vormundschaft über Mitchell beantragt. Die kanadische Musikerin sei „so beeinträchtigt, dass sie nicht in der Lage ist zu beurteilen“.

„Weit davon entfernt, den Kampf aufzugeben“

Auf Mitchells Website hieß es dazu, die Sängerin gebe ihrer langjährigen Freundin Leslie Morris lediglich die Verfügung, medizinische Entscheidungen für sie zu treffen, wenn sie nicht mehr im Krankenhaus sei. „Wie wir alle wissen, ist Joni eine willensstarke Frau und weit davon entfernt, den Kampf aufzugeben“, hieß es auf der Website. Mitchells Sprecher äußerten sich zunächst nicht dazu.

Die Musikerin war Anfang April in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert worden. Nach eigenen Angaben leidet Mitchell unter der Morgellons-Krankheit, bei der die Betroffenen Kribbeln oder Stechen auf der Haut spüren. Von einigen Medizinern wird dieses Krankheitsbild als Psychose interpretiert.

Mitchell, die eigentlich Roberta Joan Anderson heißt, gehört zu den bedeutendsten Singer-Songwriterinnen der 70er und 80er Jahre und gilt als Symbol der Woodstock-Generation. Zu ihren Hits zählen „The Circle Game“, „Big Yellow Taxi“ und „Help Me“. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit acht Grammys ausgezeichnet.