Robert-Hochner-Preis für Ö1-Journalisten Bernt Koschuh

Ö1-Journalist Bernt Koschuh wird mit dem Robert-Hochner-Preis 2015 ausgezeichnet. Der ORF-Redakteur erhielt zuletzt bereits den Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte.

Die Jury des Hochner-Preises nennt Koschuh einen „Chronisten von Missständen und Impulsgeber für notwendige Reformen“. Im Mittelpunkt der journalistischen Arbeit Koschuhs stünden stets die Sorgen und Nöte der Unterprivilegierten, die bei ihm zu Wort kommen. Koschuh zähle zu jenen Journalisten, die akribisch nach Informationen suchen, welche die Verantwortlichen ungern herausrücken.

Koschuh lieferte im vergangenen Jahr etwa Reportagen über junge Musliminnen und Muslime in einem auf Deradikalisierung spezialisierten Wiener Jugendzentrum, berichtete über einen Asylwerber, dessen Verfahren 18 Jahre dauerte, und brachte Reportagen von Reisen in den Libanon und in die Ukraine mit.

Daneben war der ORF-Journalist laut Hochner-Preis-Jury federführend bei der Aufdeckung des Kärntner Hexachlorbenzol-Skandals, Missständen im Strafvollzug sowie bei Ungereimtheiten bei der Auftragsvergabe für das Schubhaftzentrum Vordernberg und beim Aufnahmestopp im „Lager Traiskirchen“. Der Hochner-Preis wird heuer zum elften Mal vergeben und gemeinsam mit dem Kurt-Vorhofer-Preis am 20. Mai von Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg überreicht.