Anti-Cameron-Demonstrationen in London: 17 Festnahmen

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Nach der Wiederwahl des konservativen Premierministers David Cameron ist es gestern in London zu Protesten gekommen. Mehrere hundert Demonstranten bewarfen Polizisten mit Rauchbomben, Flaschen und Dosen. In der Nähe der Downing Street, dem Amtssitz des Premierministers, kam es zu Handgreiflichkeiten. Insgesamt verhafteten die Beamten 17 Menschen.

Vier Polizisten wurden nach Angaben von Scotland Yard verletzt. Camerons Regierung hatte in den vergangenen fünf Jahren Studiengebühren verdreifacht und Sozialkürzungen durchgesetzt. Trotzdem wurde der Premier bei der Parlamentswahl am Donnerstag überraschend klar im Amt bestätigt und regiert künftig mit absoluter Mehrheit.

Hollande warnt Cameron vor Alleingang

Nach diesem überraschend klaren Wahlsieg der britischen Konservativen kommt erneut die Frage nach der Rolle des Vereinigten Königreichs in der EU auf. Einen Schub erhält der große Wahlsieger für seine Ambitionen, in Brüssel neue Zugeständnisse zu erwirken - vor dem Hintergrund der angekündigten Volksabstimmung über den Verbleib in der EU. Frankreichs Präsident Francois Hollande schickte bereits eine Warnung nach London - Cameron solle sich an die Regeln innerhalb der EU halten. Der Platz des Vereinigten Königreichs in der EU sei künftig zu prüfen.

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