Spionagestation in britischer Botschaft „wird geprüft“

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Nach einem Bericht in fm4.ORF.at, ein Gebäude auf dem Dach der britischen Botschaft in Wien werde für Überwachungszwecke genutzt, hat das Innenministerium angekündigt, diesen Bericht „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, die wir haben“, zu prüfen. Die britische Vertretung wollte sich gegenüber der APA nicht zu den Vorwürfen äußern.

Snowden-Dokument als Schlüssel

In Wien-Landstraße konnte nun eine vierte, verdeckte Überwachungsstation auf dem Dach der britischen Botschaft identifiziert werden. Der Aufbau weist äußerlich dieselben Charakteristika wie die mittlerweile drei bekannten US-Pendants im Wiener Stadtgebiet auf. Eines der weniger beachteten Dokumente aus dem Fundus Edward Snowdens aber erweist sich nun als Schlüssel zum bisher unbekannten technischen Innenleben dieser Stationen.

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Der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz schaltete sich zu Wochenbeginn ebenfalls ein. „Während Innenministerin (Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, Anm.) und Verfassungsschutz schlafen, werden in Wien systematisch alle Handygespräche und die gesamte Internetkommunikation abgeschöpft und mittels NSA-Selektoren ausgewertet“, kritisierte er in einer Aussendung.