OMV will bei Gasprom-Pipeline „Nord Stream“ einsteigen

Die OMV will sich am Bau von zwei weiteren Strängen der Ostsee-Gaspipeline „Nord Stream“ beteiligen, die russisches Erdgas nach Deutschland transportiert. Eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnete OMV-Vorstand Manfred Leitner heute in St. Petersburg mit Gasprom-Chef Alexej Miller.

Karte zeigt Verlauf der Ostsee-Gaspipeline „Nord Stream“

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/Nord Stream

Bei seinem Arbeitsreffen mit Miller habe Leitner auch unverbindlich vereinbart, eine mögliche Beteiligung der OMV an der Entwicklung weiterer Fördergebiete im russischen Öl- und Gasfeld Urengoj zu prüfen. Im Fall einer Beteiligung könnte es auch zu einem Asset-Tausch kommen, teilte die OMV in einer Aussendung mit.

In der Nord Stream AG hält der russische Gasmonpolist mit 51 Prozent die Aktienmehrheit. Die BASF-Tochter Wintershall, von der auch der künftige OMV-Chef Rainer Seele kommt, und die E.on Ruhrgas halten je 15,5 Prozent und die holländische Gasunie sowie die französische GDF Suez je neun Prozent.