Deutsche Post sucht wegen Streiks freiwillige Helfer

Die Deutsche Post wirbt um freiwillige Helfer, die am Wochenende wegen des Streiks liegengebliebene Sendungen zustellen sollen. Im bereits fast zwei Wochen andauernden Streik bei der Post hatten deutschlandweit über 25.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Ein Post-Sprecher sagte, etwa 80 Prozent der Briefe und Pakete würden trotzdem pünktlich zugestellt.

Die Aktion solle helfen, die Rückstände der vergangenen Tage abzubauen, sagte die Post-Sprecherin. „Es geht darum, dass wir versuchen, trotz des Streiks den Service für die Kunden so gut wie möglich zu gestalten.“ Versucht werde, mindestens 200 Freiwillige für die Paketzustellung anwerben, darunter auch Familienangehörige, zitierte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ („HAZ“) aus einer internen Mitteilung.

Die Helfer bekämen neben Sonderzuschlägen auch einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro „zum Beispiel von Amazon oder Zalando“, so die „HAZ“ weiter. Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt bestätigte der Zeitung die Existenz eines solchen Aufrufs. Allerdings sei dieser „nur für Führungskräfte“ bestimmt gewesen. „Das hat wohl jemand missverstanden und meinte, er müsste das weiterleiten“, sagte Hogardt. Er fügte hinzu, eine Motivation von Mitarbeitern finde er „nicht verwerflich“.