Unruhen im Kongo treiben Tausende in die Flucht

Tausende Menschen sind am Wochenende im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor Kämpfen zwischen der Armee und der ugandischen Rebellengruppe Alliierte Demokratische Kräfte (ADF) geflohen. Schauplatz der Unruhen ist die Provinz Nord-Kivu.

Die Kämpfe waren bereits am Freitag in der Stadt Mayimoya ausgebrochen. Die meisten der 10.000 Einwohner des Ortes seien in die umliegenden Dörfer geflohen, sagte Pasteur Nzembule vom Flüchtlingshilfswerk CAD.

Immer wieder Angriffe auf Ostkongo

Zehntausende wurden seit Oktober in der Region vertrieben, nachdem die ADF zahlreiche Zivilisten in der Stadt Beni und ihrer näheren Umgebung niedergemetzelt hatte.

Bei der ADF handelt es sich um mutmaßliche islamistische Rebellen, die seit ihrer Niederlage gegen die ugandische Arme vor zwei Jahrzehnten immer wieder Städte und kongolesisches Militär im Ostkongo angreifen. Ihr Anführer Jamil Mukulu wurde Ende April in Tansania verhaftet.