Bericht über Tötungsbefehl gegen Kriminelle in Mexiko

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In Mexiko haben Soldaten nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten im Vorjahr einen Tötungsbefehl gegen Kriminelle erhalten. Die Truppen sollten demnach ihre Einsätze vor allem in der Nacht durchführen und Kriminelle in der Dunkelheit erschießen, heißt es in einem angeblichen Militärdokument, das die Menschenrechtsorganisation Prodh gestern vorlegte.

Die Order stammt vom 11. Juni des vergangenen Jahres. Am 30. Juni kam es in der Ortschaft Tlatlaya im Bundesstaat Mexico zu Gefechten zwischen Soldaten und mutmaßlichen Bandenmitgliedern, bei denen 22 Menschen ums Leben kamen. Mindestens acht Opfer sollen erschossen worden sein, nachdem sie sich bereits ergeben hatten. Gegen sieben Militärs wird deshalb ermittelt.