„Piratenschatz“ vor Madagaskar war Fälschung

Ein vor Madagaskar gefundener, angeblich 300 Jahre alter „Piratenschatz“ ist nach Ansicht eines Expertenteams der UNESCO nicht echt. Der 50 Kilogramm schwere „Silberbarren“, den der berüchtigte Pirat William Kidd erbeutet haben soll, ist in Wahrheit ein Ballast-Metallblock, wie die UNO-Kulturorganisation mitteilte. Er bestehe zu 95 Prozent aus Blei.

Das angebliche Wrack des Piratenschiffs Adventure Galley sei lediglich ein kaputter Teil der Hafenkonstruktion der Insel Sainte-Marie. „Es gibt keinen Silberschatz“, sagte Michel L’Hour, der Leiter der Untersuchungsmission, die letztes Monat in Madagaskar war.

Das Team um den US-Forscher Barry Clifford hatte den angeblichen Silberbarren im Mai mit großem Brimborium dem Präsidenten Madagaskars präsentiert. Die Nachricht des angeblichen Schatzes ging rasch um die Welt.