Asyl: Montag Start für sieben Verteilerzentren

Mit Montag beginnt ein neues Kapitel im österreichischen Asylwesen. Die Verteilerzentren, die eine deutlich bessere regionale Aufteilung bringen sollen, starten in Etappen. Eine Besonderheit dabei wurde erst jetzt bekannt. Eines der Verteilerquartiere ist (vorerst) eine Zeltstadt, nämlich das bereits bestehende Übergangsquartier in Krumpendorf.

Auch Traiskirchen dabei

Bei den gesamt sieben Verteilerzentren sind einige alte Bekannte dabei, allen voran Traiskirchen. Neben der weiterbestehenden Erstaufnahmestelle kommt jetzt das Verteilerquartier hinzu, wodurch die eigentlich angestrebte „Entlastung“ der Gemeinde geringer ausfallen dürfte als erhofft.

Einen anderen Weg geht Oberösterreich, wo zwar die Erstaufnahmestelle in Thalham bleibt, dafür das zweite größere Bundesquartier im Land, jenes in Bad Kreuzen, zum Verteilerzentrum wird.

Containerstadt in Innsbruck

Seit einigen Monaten schon als Flüchtlingsunterkunft dienen auch das ehemalige Nobelhotel „Kobenzl“ in Salzburg auf dem Gaisberg sowie eine Einrichtung in Wien-Alsergrund. Gänzlich neu sind nur die Verteilerzentren in Tirol, der Steiermark und in Kärnten.

In Innsbruck ist eine Containerstadt vorgesehen, in Fehring in der Steiermark wird die örtliche Kaserne neu genutzt, und in Kärnten soll ein ehemaliges Erholungsheim für Blinde und Sehbehinderte in Ossiach zum Verteilerzentrum werden. In Fehring sorgt das Verteilerzentrum für unterschiedliche Reaktionen.

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Lokaler Widerstand

Neben lokalem Widerstand macht in Ossiach vorerst Probleme, dass noch Sanierungsarbeiten nach Vandalismusakten aus früheren Zeiten durchzuführen sind. Bis diese abgeschlossen sind, dient die erst jüngst errichtete Zeltstadt in Krumpendorf am Wörthersee als Verteilerzentrum, sagte der zuständige Abteilungsleiter im Innenministerium, Gernot Maier, bei einem Hintergrundgespräch.

Dass es zu längeren Verzögerungen bis zum Winter durch rechtliche Einsprüche gegen das Quartier in Ossiach kommen könnte, glaubt man im Innenressort nicht.