200 Traktoren blockieren Zufahrt zum Mont-Saint-Michel

Aus Protest gegen sinkende Abnahmepreise haben Landwirte in Frankreich die Zufahrtsstraßen zum weltberühmten Klosterberg Mont-Saint-Michel blockiert. Die Bauern versperrten gestern mit ihren Traktoren die beiden größten Landstraßen, die zu dem Touristenmagneten am Ärmelkanal in Nordfrankreich führen, wie der Tourismusverband des Mont-Saint-Michel mitteilte.

Damit sei der Zugang zu der Weltkulturerbestätte „für Touristen sehr kompliziert“. Touristen auf dem Heimweg ließen die Bauern indes passieren. Ein Teilnehmer sprach von 400 protestierenden Landwirten mit 200 Traktoren.

Um gegen sinkende Preise für ihre Produkte zu protestieren hatten Landwirte zuvor bereits Zufahrtsstraßen zur nordfranzösischen Stadt Caen blockiert. Sie verlangen, dass Agrarminister Stephane Le Foll in die Stadt kommt, um sich ihre Sorgen anzuhören. Der Sozialist will die Bauern aber erst am Donnerstag in Paris empfangen. Zuvor soll er einen Bericht eines Mediators erhalten, der sich mit den Ursachen für die sinkenden Preise befasst und nach Lösungen für die Landwirte sucht.